Szeged 2   

Staunen Sie über die wunderschöne Architektur.

Sie an allen Häusern
und Fassaden bewundern können.
An der Ecke der György Dözsa utca und des Stefänia befindet sich das ehemalige Hotel Kass, das der Großvater unseres berühmten Graphikers Jänos Kass 1897 bauen ließ. In dem Gebäude waren ein luxuriös eingerichtetes Cafe, Restaurant und Hotel in Betrieb. Die Familie verkaufte das Gebäude einer AG während
der Wirtschaftskrise, die von 1934 unter dem Namen Hungäria das Hotel neu eröffnete. Nachdem das neue, dritte Hotel Hungäria eröffnet wurde, wurde das Gebäude 1977 wieder geschlossen, das seither noch immer geschlossen ist. Vor dem Gebäude steht das Denkmal von Pista Dankö, des berühmten Liedkomponisten und Musikers, das Werk von EdeMargö.
 
Während unseres Spazierganges machen wir eine kleine Pause hinter dem Museum, auf dem Stefänia, offiziell genannt in dem Burggarten, unter den Bäumen des Parkes. Unter den besonderen Baumraritäten sind die Burgruine, das ehemalige Maria Teresia-Tor zu sehen. Hier wurde eine Erdeburg schon von den landnahmenden Ungarn errichtet, die von den Tataren abgerissen wurde, aber König Bela IV. ließ sie neugebauen, mit Steinmauer verstärken und an der Stelle der ehemaligen römischen Wache entstand das Palais, in dem Käroly Robert, Zsigmond, Albert, Uläsziö I., Jänos und Mätyäs Hunyadi übernachteten.
1444 wurde hier der Szegeder Frieden mit den Türken geschlossen, von hier machte sich Hunyadi 1456 auf den Weg, Nändorfehervär zu belagern. Die Burg wurde 1543 von Türken eingenommen und 1686, erst nach 143 Jahren Gefangenschaft von den christlichen Truppen befreit. Josef II. hob ihren Festungscharakter auf und ließ sie zum Gefängnis umbauen. Wegen ihres großen Ausmaßes wurde er zwischen 1880-82 abgerissen.
  Nach dem großen Hochwasser zwischen den erhaltenen Mauern der Burg wurden Restaurant und Kiosk beherbergt, dann 1959 wurde sie restauriert, die stadtgeschichtliche Ausstellung bekam hier ihren Platz, die zur Zeit wegen Ausgrabungen am Ort geschlossen ist. Vor einigen Jahren, nach dem Wunsch der Szegediner bekam das aus Carrara-Marmor gehauene Denkmal der Königin Elisabeth (Sissi), das Werk von Miklös Ligeti seinen würdigen Platz, das jahrelang in dem Garten des Burgmuseums stand.
  In der von dem Dom ter ausgehenden Oskola utca spazierend erreichen wir den Roosevelt ter, auf dem es bis zu den 50-er Jahren einen Fischmarkt gab. An der Seite des Platzes von der Theiß steht das Denkmal von Gyula Juhäsz, der seinen geliebten Fluß vertieft beobachtet. Die innenstädtische Brücke wurde ursprünglich nach Plänen von Jänos Feketehäzy an der Stelle der ersten von der Eiffel-Firma gemachten Verkehrsbrücke 1948 neugebaut. Unter der Brücke weitergehend erreichen wir das Denkmal von Ferenc Möra, neben ihm ist eine auf Getreidegarbe sitzende Bauemfigur, Mätyäs, die Hauptfigur seines Romans „Enek a büzamezokrol" (.Lied über den Weizenacker'). Dem Denkmal von Ferenc Möra gegenüber ist das Denkmal des ehemaligen Museumsdirektors, Istvän Tömörkeny zu sehen. Dem Museum gegenüber, am Brückenkopf steht die Büste von Kaiman
Mikszäth.
  Auf diesem Platz steht das Ferenc-Möra-Museum, das 1896 im neoklassizistischen Stil, wie auch die Aufschrift an dem Dreiecksgiebel auf den korinthischen Säulen zeigt, für die „Kultur und Bildung des Volkes" gebaut wurde. Gleich neben der Treppe steht die Büste von Jänos Reizner, des ehemaligen Museumdirektors.
Vor den zwei Säulen am Rande stehen die Statuen von Homer und Sokrates, an den beiden Seiten des Eingangs die von Klio und Euterpe. In dem Museum sind unter anderen die folgenden ständigen Ausstellungen zu sehen: das Gedenkzimmer von Möra, eine archäologische Ausstellung der Völkerwanderungszeit, mit dem Titel „Sie nannten sich Awaren", die Sammlung von Ferenc Lucs und eine
ethnographische Ausstellung über die Volkskunst des Komitats Csongräd.
  Immer wieder entdecken Sie kleine lauschige Plätze zwischen den Häusern mit den schönsten Skulpturen auf Ihrem Gang durch die Stadt.
  Der Domplatz, was sein Ausmaß betrifft, ist genauso groß wie der Sankt-Mark-Platz in Venedig, umfasst 12.000 Quadratmeter. Auf diesem Platz werden die international bedeutenden Szegeder Freilichtspiele abgehalten, die zum ersten Mal im Jahre 1930 veranstaltet wurden. Unter den Arkaden der in Nordeuropastil gebauten einheitlichen Gebäude aus dunkelroten Klinkerziegeln ist die Nationale Gedenkhalle (Pantheon) zu sehen ist, die Kunö Klebelsberg, dem ersten ungarischen Kultusminister zu danken ist, und enthält Portraitbüsten und Reliefs herausragender Persönlichkeiten aus der ungarischen Geschichte, Literatur, Kunst und Naturwissenschaft. Auf dem Platz steht das älteste Baudenkmal der Stadt, der Demetriusturm. Die Grundlagen sind aus dem 11., der untere romanische viereckige Teil sowie die oberen frühgotischen Stockwerke aus dem 13. Jahrhundert.
 
  In den Torrahmen wurden romanische Steine eingebaut, die bei dem Abbau der Burg gerettet wurden, im Bogenfeld ist eine Kopie des ältesten plastischen Denkmals der Stadt, eines steinernen Lammes aus dem 12. Jahrhundert zu sehen. Die geschmiedete Tür, ein Werk des Schmiedes Jänos Bille ist „Das Tor des Lebens" und stellt die Momente des Lebens mit den Symbolen der christlichen Liturgie dar. Nach dem großen Hochwasser zu 1879 haben die Stadtväter ein Gelübde abgelegt, eine monumentale Kirche zu bauen, das Ergebnis ist die heutige Votivkirche. Der Dom wurde sowohl von innen als auch von außen von zahlreichen Mosaiken, Statuen, Reliefen geschmückt.
  Die Orgel mit ihren 9040 Pfeifen ist die drittgrößte Kirchenorgel von Europa. In der Unterkirche des Domes befinden sich die Begräbnisstätten bedeutender geistlicher Persönlichkeiten. Eines der beachtenswertesten Werke des Domes ist das Kruzifix von Jänos Fadrusz, das in der Pariser Weltausstellung zu 1900 Hauptpreis gewonnen hat. Eine weitere Kuriosität der Kirche ist das Mosaikbild über dem Baldachin des Hochaltars, wo die Madonne die für Szeged typischen roten Pantöffelchen und den für die Große Tiefebene charakteristischen Fellmantel trägt. Aus der Votivkirche ausgehend in den Gebäuden um den Platz befindet sich unter anderen auch das medizinchemische Institut, wo Albert Szent-Györgyi seine Forschungen gemacht hat, für die er 1937 den medizinischen Nobelpreis bekommen hat.